Andere Umstände, andere Ursachen
Blähungen gehören zu den typischen Beschwerden während der gesamten Schwangerschaft. Sie äußern sich im Prinzip in den gleichen Symptomen wie bei „normalen“ Blähungen. Neben den gewöhnlichen Ursachen jedoch sind nun vor allem besondere Auslöser verantwortlich, die mit der Umstellung des Organismus zusammenhängen. In der Regel sind sie kein Anlass zur Sorge. Bei starken, anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie jedoch Ihren Arzt um Rat fragen.
Die ersten zwei Monate: Veränderter Hormonhaushalt
Blähungen können bereits im 1. Monat auftreten, ab dem 2. Monat kann der gesamte Bauchraum anschwellen. Grund ist noch nicht die vergrößerte Gebärmutter, sondern der veränderte Hormonhaushalt. Dieser lockert sämtliche Muskeln und damit auch die des Darms. Der Speisebrei wird nicht mehr so zügig weitertransportiert. Dadurch kann es zu Blähungen und Verstopfung kommen.
Ab dem 3. Monat: Das Baby wächst
Das Anwachsen des Uterus ist die häufigste Ursache für Blähungen, weil Magen und Darm sowohl nach oben als auch nach hinten ausweichen und eingeengt werden. Weiterhin kann es durch aufsteigenden Magensaft zu Sodbrennen kommen. Ordnet der Arzt Bettruhe an, z. B. weil sonst die Wehen vorzeitig einsetzen, können sich Blähungen noch verstärken.
Nach der Geburt: Mehr Freiraum
Kurz nach der Entbindung hat der Darm plötzlich wieder mehr Platz. Bis wieder alles an Ort und Stelle ist, kann es noch häufiger zu Blähungen kommen. Bald aber nimmt alles wieder seinen normalen Gang.


